Monat: Februar 2020

Plaudereien aus dem sexualtherapeutischen Nähkästchen. Heute: „dirty talking“

Wenn Liebesschwüre die helle Seite der Macht darstellen, gehört „dirty talking“ ganz sicher eher der dunklen Seite der Macht an, die man Sexualität nennt.

Dirty talking:

dreckiges, schmutziges oder unflätiges Reden… darin steckt die moralische Wertung einer 2000 Jahre alten christlichen Kultur, die bezeichnenderweise auch gerne Frauen in „Heilige“ oder „Hure“ kategorisiert und – wissenschaftlich höchst unkorrekt – von der einzigen Frau in der Geschichte berichtet, die jungfräulich blieb und ein Kind gebar.
Doch das ist eine andere Geschichte, die an einem anderen Ort und zu einer anderen Zeit erzählt werden mag.

Doch das, was verboten, dreckig und unrein ist, ist immer auch aufregend, spannend und oft sehr  schambesetzt.
Das Gehirn ist das größte Sexualorgan des Menschen. Lust entsteht zuerst im Kopf, bevor sie im Körper spürbar wird.
Ambivalente Gefühle (z.B. Aufregung-Scham) in Lust zu verwandeln ist eine Kunst, die es zu beherrschen gilt, wenn man guten Sex erleben möchte.

„dirty talking“  ist ein gutes Instrument, die eigene Sexualität durch Worte zu befeuern, wenn man weiß, wie es geht (und sich traut).

Einige Tipps dazu:

1. Fragen Sie!

Was „dirty“ ist, ist kulturell, aber auch bei jedem Einzelnen unterschiedlich, daher Fragen macht klug!

Erfragen Sie die „lovemap“, die sexuelle Landkarte ihres/er Partners/In

Was turnt Sie oder Ihn an?
Welche Begriffe gehen gar nicht?

Schön, dass die letzte Freundin gerne „Schlampe“ genannt wurde, von der jetzigen Freundin gibt’s dafür vielleicht eine Ohrfeige… machen Sie bei einem Glas Wein ein Brainstorming mit ihrem Freund/ ihrer Freundin…sammeln Sie Ideen und Worte, die ihr/ihm gefallen… mag sie/er lieber zuhören oder sogar selber reden?

Was ist eine heiße Phantasie von ihr/ihm?

Alleine die Geschlechtsteile beim „schmutzigen“ Namen zu nennen, kann aufregend und schamhaft sein und dadurch sexuell erregend wirken.

2. Fangen Sie an!

Sie haben Stichworte oder sogar eine Phantasie Ihrer Partnerin gehört?

In einer entspannten Situation (z.B. beim gemütlichen Restaurantbesuch) fangen Sie an, Ihr davon zu erzählen, was Sie später mit Ihr vorhaben:
dass sie „die kleine Schlampe“ nachher noch aktiv sehen wollen oder was auch immer Sie anturnt …Nenne Sie die Dinge beim Namen und sprechen Sie es aus…die Phantasie anzukurbeln ist die halbe Miete, denn sobald das Kopfkino läuft, wird das Ganze zum Selbstläufer…

3. Bleiben Sie dran!

Sie sind zu Hause angekommen? oder im Hotel? nehmen Sie den Ball aus dem Restaurant auf: „Zieh dich aus“….

Jeder Mensch hat unterschiedliche Hemmschwellen, fangen Sie lieber langsam an und steigern sich als Ihre n Partner/ihre Partnerin beim ersten Mal mit zuviel „dirt“ zu überrumpeln.

Lassen Sie sich feed-back geben, danach.
Was kam gut? Wovon mehr?
was war zuviel oder zuwenig?

und dann weitermachen!

Erstmaliger Verstoß eines gelegentlichen Cannabiskonsumenten gegen das Gebot des Trennens von Konsum und Fahren führt regelmäßig nicht unmittelbar zur Entziehung der Fahrerlaubnis

Pressemitteilung Nr. 29/2019 vom 11.04.2019 des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig

18.04.2019

Erstmaliger Verstoß eines gelegentlichen Cannabiskonsumenten gegen das Gebot des Trennens von Konsum und Fahren führt regelmäßig nicht unmittelbar zur Entziehung der Fahrerlaubnis

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass die Fahrerlaubnisbehörde bei einem gelegentlichen Konsumenten von Cannabis, der erstmals unter der Wirkung von Cannabis ein Kraftfahrzeug geführt hat, in der Regel nicht ohne weitere Aufklärung von fehlender Fahreignung ausgehen und ihm unmittelbar die Fahrerlaubnis entziehen darf.

In solchen Fällen haben die Fahrerlaubnisbehörden gemäß § 46 Abs. 3 i.V.m. § 14 Abs. 1 Satz 3 FeV nach pflichtgemäßem Ermessen über die Einholung eines medizinisch-psychologischen Gutachtens zur Klärung der durch diese Fahrt begründeten Zweifel an der Fahreignung zu entscheiden.

Weniger Verkehrstote und Verletzte im Straßenverkehr

In Deutschland sterben täglich durchschnittlich 8 Menschen im Straßenverkehr und über 1000 werden täglich verletzt.

Konkret: Im Jahr 2019 wurden von Januar bis September 3090 Menschen im Straßenverkehr getötet.

Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Statistiken vor über 60 Jahren.

Zum Vergleich: im Jahr 1970 wurden noch 21.332 Menschen im Straßenverkehr getötet.

Auch die Zahl der Verletzten nahm um 3 Prozent ab und beläuft sich auf 383.000.

Die meisten Tote fordern Unfälle auf Landstraßen.
Geschwindigkeitsüberschreitung und Abbiegefehler sind Unfallursache Nr. 1.

Quelle: https://www.destatis.de/DE/Home/_inhalt.html  12.12.2019